Für Mensch und Natur: „Murmke-Park“ nach Umgestaltung eingeweiht

Offiziell ihrer Bestimmung übergeben wurde die Grünfläche hinter der Kirche nach umfangreichem Umbau seit Spätherbst.

Balve – „Im Volksmund ist das hier der Murmke-Park“, sagte Bürgermeister Hubertus Mühling. „Doch über die Namensgebung entscheidet dann die Politik.“

Mit Mitgliedern der Heimwacht, des Kirchenvorstandes, und Mitarbeitern des ausführenden Planungsbüros Finger fand eine kleine Feierstunde am Donnerstag statt. „Hier ist es gewollt unordentlich“, wies Mühling auf die Sommerblumenwiese hin. „Dieser Park ist ökologisch angelegt, er soll zur Vielfalt in der Natur beitragen.“

Zweimal im Jahr wird hier gemäht, was durchaus, so Mühling, eine „optische Umgewöhnung“ darstelle. Denn die rund um die Kirche als englischer Rasen und daher kurzgehaltene Grünfläche stelle einen Kontrast zum neu gestalteten Park dar.

4000 Quadratmeter misst dieser, die Gesamtkosten für Bau und Planung betrugen etwa 200 000 Euro. Von Land und Bund erhielt Balve dafür Fördermittel in Höhe von etwa 126 000 Euro.

Dass sich diese Maßnahme gelohnt habe, davon war man am Donnerstag überzeugt. Barrierefrei angelegt als Verbindung vom Seniorenheim zur Innenstadt, mit Sitzmöglichkeiten wie einer Rundbank unter einer Linde und mit einer Liegebank, die einen Blick auf das Innenstadt-Ensemble bietet, soll dieser Park ein Ort der Ruhe und der Besinnung für die Nutzer werden, zeitgleich aber eben auch ein Erholungsort für die Natur.

Gepflanzt wurden heimische Blumen, Sträucher und Bäume. Ein Schwalbenhaus bereichert all dies, aber auch eine Sumpfzone. „Der jahrelang hier installierte Springbrunnen war nicht mehr zu gebrauchen“, sagte Hartmut Scharf, im Rathaus für die Bauausführung zuständig. „Allerdings wurde die Wasserversorgung erhalten, sodass die Pumpentechnik des ehemaligen Brunnens reaktiviert und nun wieder genutzt wird.“

Die Sumpfzone wird mit dem Wasser der Murmke versorgt. Der Granitstein, aus dem der Springbrunnen bestand, sei zu porös gewesen, um ihn anderweitig zu verwenden. Hierfür blieb nur noch eine Entsorgung. Einen Sinn habe es, so Scharf, dass ein Stapel Holz an einer Stelle gelagert sei: „Insekten werden sich hier ein eigenes Insektenhotel erschaffen.“

Dass dieses offene Areal durchaus Potenzial für einen Aufenthaltsort für Jugendliche biete, darüber ist sich die Stadt bewusst. Das Ordnungsamt werde diesen Park kontrollieren, wobei der Bürgermeister aber auch alle Nutzer ermahnte, pfleglich mit der Anlager umzugehen. „Es soll hier keine Grillfläche werden.“ Sollte die Stadt eine solche Nutzung der Fläche feststellen, werde dem Verhalten der Leute sofort Einhalt geboten, betonte Mühling.

Quelle: come-on.de – Julius Kolossa